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Eindeutig zu viel Marketingbudget

6.Mai 2020
by Roger Ruckstuhl

Manche Firmen haben echt viel zu viel Marketingbudget.

Hier ein Beispiel:

Diese Werbeanzeige mit einem VW Nutzfahrzeug hat die Zielgruppe: 18+ und Wohnort Schweiz. Da fragt man sich wirklich: Was will ein 18-jähriger mit einem Nutzfahrzeug? Das ist sowas von uncool damit herumzufahren mit 18. Also ich würde sowas nicht machen. Und ich glaube, die Kolleginnen und Kollegen würden das auch voll uncool finden.

Im Grunde genommen habe ich mit dem Absatz oben direkt schon gesagt, wo das Problem liegt. Jetzt ist die AMAG natürlich der Generalimporteur für die Automarken VW, Audi, Seat, Skoda und Bentley. Somit haben die auch massiv viel Flüssiges, um es ins Marketing zu stecken.

Somit können die auch ein solches Targeting fahren. Firmen wie diesen geht es aber auch vor allem um Sichtbarkeit. Dabei ist das Marketingbudget sowieso eingeplant und es interessiert sie eigentlich nicht gross, ob das hinten raus genug Verkäufe bringt. Die sehen sich jedoch sicher die Analysen auf der Webseite an, woher die Besucher kommen.

Kleinere Firmen haben kein solch grosses Marketingbudget. Sie müssen wirtschaften und es muss hinten raus auch was geschehen. Was heissen soll: der Umsatz und die Gewinne müssen gesteigert werden durch die Marketingaktivitäten. Ist dies nicht der Fall, muss man es reduzieren und ist somit auch nicht mehr sichtbar.

Was können Unternehmen mit kleinem Marketingbudget tun, um trotzdem Werbung machen zu können, die Erfolgreich sein wird?

Ja, wenn ich das so mit einem Rezept wissen würde, wäre ich längst Milliardär 😀 Also Spass beiseite. Marketing ist ein sich entwickelnder Prozess. Man muss verschiedene Optionen testen. Nach dem Testen weiss man, was ungefähr funktioniert oder funktionieren könnte. Wichtig ist hierbei sicher die Zielgruppe.

Ich komme kurz auf das Beispiel von oben zurück:
Was wäre hier wohl ein besseres Targeting gewesen? Stellen Sie sich mal folgende Frage: Wer würde ein Nutzfahrzeug fahren? Zum Beispiel eine Firma, die grosse Waren transportieren muss. Eine Familie mit 5 Kindern. Eine Firma, die im Gartenbau tätig ist. usw. Das wüsste VW eigentlich am besten oder eben die AMAG müsste das auch wissen; schliesslich verkaufen sie die Dinger ja auch an ihre Zielgruppe.

Klar ist, und wie ich auch immer predige, nach dem Trichterverfahren zu arbeiten:
Ich giesse oben viel rein und schaue, was unten herauskommt. Die Zielgruppe also nicht von Anfang an schon sehr weit einschränken, sondern eher mit etwas breigefächerter Zielgruppe beginnen. Aber eben nicht 18+ und Schweiz als Wohnort. Es ist ein Herantasten. Und wenn ich schon weiss, dass meine Zielgruppe nicht mit 18 einen Multivan fährt, dann mache ich schon mal das Alter auf vielleicht 25+ und beschränke es nach Oben aber auch bei 50. So würde ich starten.

Genau so gehe ich bei meinen Kunden an die Werbung heran. Sobald ich genauer weiss, was die Zielgruppe sein könnte von einem Produkt oder einer Dienstleistung, targetiere ich diese darauf und lasse die Werbung laufen. Wichtig ist dabei die regelmässige Kontrolle. Aber nicht nach 1 tag schon die Flinte ins Korn werfen. Gerade bei Facebook braucht es Zeit.

Fazit: bevor mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird, lieber mal überlegen, wer seine Zielgruppe sein könnte. Dann das Targeting etwas breiter geöffnet ansetzen und sich langsam an die „perfekte“ Zielgruppe heranarbeiten.

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