Social Media in der Schweiz 2016

Social Media in der Schweiz 2016

Ich beschäftige mich in diesem Beitrag mit der neuesten Studie zum Thema Social Media in der Schweiz.

Klar zu erkennen ist anhand der Grafik, dass die wichtigsten Kanäle Facebook, YouTube, Twitter, LinkedIn und Xing sind. Danach fallen die Zahlen schon ziemlich weit ab. Ein bisschen enttäuscht bin ich von Googleplus. Mit 53% ein zu Unrecht vernachlässigtes Netzwerk, zumal hier die Relevanz zu den organischen Suchergebnissen definitiv noch immer hergestellt werden kann.

Der Online-Fragebogen ging im Oktober 2015 an Kommunikationsverantwortliche von Schweizer Unternehmen, Behörden, Verbänden, politischen Parteien und Nonprofit-Organisationen, wobei die grössten 200 Unternehmen der Schweiz, die Behörden auf Ebene Bund, Kantone und Städte sowie ausgewählte Verbände und NPO direkt angeschrieben wurden. Bis Ende November 2015 haben 133 Organisationen geantwortet, davon konnten schliesslich die Antworten von 103 Organisationen ausgewertet werden.

Wie können wir Schweizer Unternehmen diese Studie verwenden, um die Kommunikation Online zu verbessern? Eine gute Frage, denn offenbar ist für Schweizer Unternehmen Facebook und YouTube das Mass aller Online-Kommunikation. Klar sind YouTube und Facebook auch dominierend mit den Nutzungszahlen. YouTube zum Beispiel hat genau deswegen die Domain youtube.ch 2010 ins Leben gerufen.

Wenn man die Studie etwas genauer anschaut, kommt allerdings heraus, dass es auch um vorhandene, zu wenig oder gar keine Budgets geht. Einige Firmen verfügen bereits seit mehreren Jahren über ein Budget für die Social Media Kommunikation. Andere gehen dabei etwas vorsichtiger vor, machen es entweder selbst oder beauftragen eine externe Agentur die Kommunikation zu übernehmen. Wichtig bei dem Externgeben an Agenturen ist die Sicherstellung der Kommunikation zwischen der Agentur und dem Unternehmen.

Social Media ist für Schweizer Unternehmen heute mehr eine Imagepflege. Man postet, macht Videos und vergisst dabei fast den täglichen Support für den Kunden. Scheuen die Schweizer Unternehmen etwa die Konfrontation online mit dem Kunden? Das kann ich im Service Land Schweiz gar nicht glauben. Vielleicht ist es auch eher ein Ressourcen Problem. Solche Aktivitäten fordern nämlich sehr viel von den Unternehmen.

Was eine zentrale Rolle spielt ist die erhöhte Sichtbarkeit, welche ein Grossteil der Unternehmen mit ihren Aktivitäten auf den Kanälen anstreben. So werden auch Ads genutzt. 92% der Unternehmen haben schon mit Werbung, vor allem auf Facebook (58%), sich Reichweite erkauft. Da Facebook andauernd an seinem Algorithmus im Newsfeed schraubt muss man entweder mit relevanten und guten Inhalten organische Reichweite produzieren oder sich eben Reichweite dazukaufen.

Die Studie machte den Vergleich von 2013 zu 2016. Dabei stellte sich heraus, dass sehr viele Unternehmen heute nicht mehr nur experimentell auf den Plattformen vertreten sind, sondern sie sich professionell aufgestellt haben. Waren es 2013 noch 30% so sind es heute gerade mal noch 12%. Das zeigt mir, dass die Unternehmen heute nicht mehr experimentell irgend etwas auf die Beine stellen, sondern dass sie mit klaren Konzepten an den Start gehen und sich vorher überlegen über welche Kanäle sie Ihre Kommunikation starten.

Diese Studie ist selbstverständlich nicht repräsentativ. 133 Unternehmen haben geantwortet und von diesen konnten 103 ausgewertet werden. Ich bin überzeugt, dass sehr viele kleine Unternehmen ebenfalls Social Media betreiben und dies auch sehr erfolgreich, allenfalls sogar mit ROI (Return On Investment). Es kommt immer auf die Strategie an und was genau erreicht werden soll mit diesem Auftritt. Ist es die Reichweite, ist es der Markenaufbau oder will man vor allem in der heutigen Zeit den Weg ins Online nicht verpassen um gesehen zu werden?

Gemeinsam Strategien und Redaktionspläne erstellen in Zusammenarbeit mit Ihnen, biete ich Ihnen gerne an. Nehmen Sie dazu mit mir Kontakt auf und wir finden die richtige Kommunikation in Social Media für Sie!

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